Neue Woche, neuer Gossip
Willkommen in einer neuen Woche. Montag ist noch Feiertag – da passiert natürlich… nichts. Außer der mittlerweile ziemlich verlässlichen Erkenntnis, dass persönliche Inhalte an Feiertagen offenbar grundsätzlich ausfallen. Ostern reiht sich damit nahtlos ein neben Weihnachten, Neujahr und Geburtstag. OK!
Lisa steigt dann – wie auf Knopfdruck – am Dienstag folglich wieder ein. Natürlich genau dann, wenn es sich „lohnt“. Die Story läuft, das Kind wird mehrfach in Szene gesetzt, im Feed gibt’s ein neues Posting – zufällig mit neuen Klamotten. Zwinker, zwinker. Dazu ein bisschen oberflächliches Geplänkel, eine Prise Jesus für die Stimmung und der Kernaussage „Life offline“ – ganz wichtig in jedem Fall, wo sie uns ja nun online (mit Kinderbildern) erklärt hat, es „Sweetest joy“ ist offline zu sein – der obligatorische „Lisa-Effekt“. Spätestens daran erkennt man ja zuverlässig, dass irgendwo wieder etwas „mitverkauft“ werden soll.
Lena – schaut auch kurz vorbei … ganz kurz! Wortlos, kontextfrei, neue Outfits und wieder das gesponserte iPhone fest im Griff … dazu eine kleine Liste ihrer nächsten Reiseziele: Paris, Los Angeles, Korea, New York, Marseille. Schon echt beeindruckend, wie man mit einer Serie von Flops derart mühelos um die Welt jetten kann. Jeden Tag steht halt irgendwo auf der Welt ein Blöder auf und fällt drauf rein.

Mittwoch! 21.000 Likes und 23 (!) Kommentare für Lisa´s geheuchelte online „Offline“ Story. Hubby, ihre Kooperationspartner und Freunde kommentieren zum Glück – sonst wäre nix los. Wie immer!

Donnerstag! Lisa ist in ihrem Element – und ohne auch nur ein persönliches Wort zu verlieren, startet direkt die Werbeshow. In (absolut jedes Mal affigen) holprigem Englisch wird natüüüürlich nun wieder Essen präsentiert, grinsend werden Produkte in die Kamera gehalten, Rabattcodes rausgehauen und Marken querfeldein verlinkt. Am Ende folgt natürlich noch ein Reel – und ganz wichtig: selbst wird kommentiert! Hauptprofiteur ist erneut der durch den „Lisa-Effekt“ angefütterte Sponsor Vetain aus letzter Woche – da gibt’s schließlich noch etwas mitzunehmen.
Doch der nächste Deal steht auch schon bereit und ist anschließend dran! Die „Giveaway“-Masche wird wieder gezündet, diesmal mit lauwarmem Werbetext auf Deutsch: „Ihr wisst, dass ich über ein Jahr die Produkte von OEL benutze …“ – LOL! Nein, wissen wir nicht Lisa, weil das – wenn überhaupt – du immer nur schleichbeworben irgendwo platzierst … deine heutige „Offenbarung“ macht es jetzt nur noch offensichtlicher! Die Marke und deren SaleOut juckt dich kein Stück!
Und es hört einfach nicht auf! Den Abschluss machen dann heute noch Stillleben mit Dekoartikeln … die gleichen wie übrigens auch schon letzte Woche unterschwellig platziert wurden … ihr wisst direkt, da kommt noch was!


Am Samstag geht das Pärchen aus – natürlich nicht ohne vorher die neuen Outfits im Spiegel zu präsentieren. Werbemarkierung – Fehlanzeige! Hauptsache die Klamotten sitzen – und sind gesponsert. Es geht zu einem Marketing-Pre-Event Entrepreneur University, das verlinkt, aber selbstverständlich ebenfalls nicht als Werbung gekennzeichnet wird. Dafür folgen fleißig dann noch weitere Storys mit Markenverlinkungen für die Klamotten. Würg! Und wer ganz genau hinschaut, entdeckt tatsächlich auch einmal ein winziges „*Ad“ in der Story. Transparenz à la Lisa: irgendwo versteckt, damit man sagen kann, man hätte es ja „gekennzeichnet“. Im Wettbewerbsrecht ist diese Art Kennzeichnung übrigens nicht zulässig!
Am Sonntag waren Lisa und Hubby nun auf dem Marketing-Event zu einem Panel-Talk eingeladen – angekündigt als „Führende Social-Media Creator und Unternehmer“. Vorab gab es ein von der Agentur ein geschöntes Briefing, welches der Gründer des Events Robin Söder vorab brav aufgesagt hatte (und nach einem Monat online knapp 100 Likes und 5 Kommentare akqueriert hat!). Es ging da um ihre „Millionen Reichweiten“, damals als Lisa & Lena und auch heute noch! LOL … kennt ihr dieses Märchen?! Klar, selbe Agentur wie Lena! Noch fragen!? Nun ja, ihr Vortrag dort spiegelt selbstredend auch ziemlich genau das Bild wider, das sie seit Jahren nach außen tragen: keine Influencer sein wollen, stattdessen Positivity verbreiten und den Menschen ganz viel Jesus näherbringen. Die Outfits dazu, natürlich gesponsert und als Kooperation in der Story markiert. Doppelmoral läßt grüßen!
Das Event selbst und der Gründer werden heute mehrfach verlinkt – eine Werbekennzeichnung sucht man aber wieder vergeblich. Ebenso wie echte Fan-Momente oder irgendetwas, das über die eigene Inszenierung hinausgeht. Stattdessen feiert man sich und die eigene Ideologie am liebsten selbst und malt alles in den schillerndsten Farben aus.
Das i-Pünktchen sind dann noch die Followerzahlen: Nachdem unsere Multi-Unternehmerin die ganze Woche lang mehrere hundert Follower pro Tag verloren hat, wurde Samstag urplötzlich ein Plus verzeichnet … welches aber direkt am Sonntag wieder eingebrochen ist! LOL! Es bleibt letztendlich damit erneut bei über 1000 Follower minus diese Woche (Quelle: Socialblade).
Lena!? Die verliert auch wieder über 8000 Follower in dieser Woche … so wie jeder Woche, seit Jahren mittlerweile. Derweil gehen sie mit „Millionen Reichweiten“ weltweit hausieren – nicht vergessen!?


















